Eine kompromittierte Website fällt oft erst auf, wenn Suchmaschinen warnen oder Kunden sich melden. Dabei beginnt der Angriff meist unscheinbar: Eine neue PHP-Datei landet im Upload-Ordner oder in einem Plugin-Verzeichnis, oder Code wird in eine bestehende Datei eingefügt. Von dort lädt der Angreifer weiteren Code nach.
Warum Signaturen allein nicht reichen
Virenscanner suchen nach bekannten Mustern. Neuer oder leicht veränderter Code passt nicht in diese Muster. Zuverlässiger ist die umgekehrte Frage: Gehört diese Datei hierher?
Der Vergleich mit dem Original
Ein optionaler Website-Agent, einmal auf dem Webserver eingerichtet, merkt sich die Prüfsumme jeder Datei und meldet jede Veränderung, in Minuten statt nach Wochen. PRAEMON erkennt dabei die installierte Plattform und Version und vergleicht die Kerndateien mit dem Originalpaket des Herstellers, unabhängig davon, was das CMS selbst anzeigt. So fallen nicht nur neue Dateien auf, sondern auch Änderungen an bestehenden. Installierte Erweiterungen werden mit bekannten Lücken abgeglichen.
Der Änderungs-Posteingang
Nicht jede neue Datei ist ein Angriff. Updates und Plugins bringen ständig neue Dateien mit. Deshalb zeigt PRAEMON, was sich seit Ihrer letzten Bestätigung geändert hat: neue und geänderte ausführbare Dateien mit Zeitpunkt, Größe, Besitzer und Ort. Was passt, bestätigen Sie. Eine PHP-Datei im Upload-Ordner ist dagegen immer kritisch.
Quarantäne statt Löschen
Eine verdächtige Datei lässt sich per Knopfdruck in Quarantäne verschieben. Sie wird umbenannt und kann nicht mehr ausgeführt werden. Der Schritt ist umkehrbar, falls sie sich als harmlos herausstellt. Ohne Agent prüft PRAEMON eine Website von außen: Erreichbarkeit, Zertifikat und Antwortzeit.